Bloß nichts vergessen
Singende und marschierende Vereinsgruppen mit Filzhüten und karierten Hemden findet man nur noch selten unter den Wanderern. Heutzutage wird die Entspannung gesucht, um die Natur zu genießen. Das Wetter ist jedoch gleich geblieben, es kann sich ständig ändern.
Ein Regenschauer stört bei einer Wanderung nicht weiter, wenn die Regenjacke im Rucksack steckt und die Füße in imprägnierten Wanderschuhen. Was gehört also nun in das Wandergepäck? Einige Dinge sollten bei jedem längeren Ausflug mit dabei sein. Nicht nur in der Wildnis und bei mehrtägigen Touren sind einige Kleinigkeiten sehr praktisch, wenn man sie nicht nur besitzt, sondern auch mitnimmt. Wenn die Sonne heiß vom Himmel brennt, nützt die Sonnenmütze im Kleiderschrank wenig. Daher hier eine Checkliste, damit Sie für Ihre Wanderung bestens gerüstet sind.
Wanderstiefel
Gute Wanderstiefel sind Grundvoraussetzung für eine angenehme Wanderung. Beim Kauf achten Sie darauf, dass die Schuhe nicht zu schwer sind und innen keine Nähte haben, diese können Blasen durch Reibung verursachen.
Wandersocken
Wandersocken polstern den Fußbereich, verstärken Ferse, Ballen, Zehen und Knöchel und sind angenehm zu tragen. Die Socken müssen auf jeden Fall ohne Nähte sein, die sonst den Fuß aufscheuern können. Zudem ist das Material wichtig. Der Fußschweiß muss ungehindert nach außen transportiert werden können. Ansonsten können durch die Feuchtigkeit ebenfalls Blasen entstehen.
Rucksack
Für kleinere Touren genügt ein ganz normaler Rucksack. Sobald das Wandern mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung alle zwei oder drei Monate ist, lohnt sich der Kauf eines Wanderrucksacks. Er sollte leicht sein, bequem sitzen und aus einem wasserabweisenden Material gefertigt sein. Die Beratung in einem Fachgeschäft hilft bei der richtigen Auswahl, damit Ihre individuellen Bedürfnisse erfüllt werden.
Kleidung
Grundsätzlich empfiehlt sich eine Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip. Wer nur gelegentlich eine Wanderung unternimmt, sucht sich seine Kleidung im Kleiderschrank zusammen. Kleidung aus reiner Baumwolle eignet sich nicht, da sie sich schnell mit Feuchtigkeit vollsaugt und schlecht trocknet. Dadurch besteht die Gefahr der Auskühlung. Wenn Sie häufiger wandern, sollten Sie sich atmungsaktive Funktionskleidung zum Beispiel aus Goretex zulegen.
Eine wind- und regendichte Jacke gehört immer ins Gepäck. Alternativ bietet sich ein Regencape an, das auch den Rucksack abdeckt. Eine Kopfbedeckung ist im Sommer wegen der Sonne, im Winter wegen der Kälte ein Muss.
Was muss noch ins Gepäck?
Wanderkarte, Kompass, Trillerpfeife, Taschenlampe, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel, Unterwäsche zum Wechseln, Proviant und ausreichend Wasser zum Trinken gehören auf jeden Fall in den Rucksack. Ein funktionstüchtiges Handy mit aufgeladenem Akku, in dem die wichtigsten Nummern gespeichert sind, hat sich häufig als hilfreich erwiesen.
Eine kleine Reiseapotheke dürfen Sie auf keinen Fall vergessen. Normale Pflaster und Gel-Pflaster für Blasen, insbesondere wenn Sie neue Wanderstiefel einlaufen, sind Gold wert. Antiseptische Wundreinigungstücher nehmen nicht viel Platz weg. Eine Pinzette zum Herausziehen von Spreißeln oder Dornen ist ebenfalls nützlich. Mullbinden, Insektenabwehrmittel und Schmerztabletten können hilfreich sein. Das sollte für eine Wanderung ausreichen.



